Leuchtturm Warnemünde mit Teepott

Stellplatz Warnemünde - einfach Schiffe gucken

Anfang Dezember haben wir einen Ausflug nach Warnemünde unternommen, um den dortigen Wohnmobil-Stellplatz in Augenschein zu nehmen. In diesem Beitrag erfahrt Ihr, was den Stellplatz so besonders macht, welche Ausstattungsmerkmale er aufweist und für wen er geeignet ist. Außerdem erfahrt Ihr, welche Sehenswürdigkeiten Warnemünde zu bieten hat.

Übersicht Wohnmobil-Stellplatz Warnemünde:Kosten/Tag: 17,50 €/ 24 Stunden
Service: -
Anzahl Stellplätze: ca. 30 Plätze in der 1. Reihe
Website: https://www.wiro.de/mieten/parken.html
Highlight: Schiffe gucken!

Lage und Anfahrt

Das Besondere am Stellplatz in Warnemünde ist ohne Frage seine Lage direkt an der Mündung der Warnow in die Ostsee. Die Plätze in der ersten Reihe bieten einen herrlichen Ausblick auf die vom nahen Hafen verkehrenden Fähren nach Skandinavien als auch das ein oder andere Container- bzw. Frachtschiff. Zudem hat man einen Ausblick auf den gegenüberliegenden Ortsteil Hohe Düne, in dem sich neben einer großen Hotel-Anlage u.a. auch das Wasser- und Schifffahrtsamt Ostsee befinden.

Bester Tag zur Anreise:Wenn man einen der begehrten Plätze in der ersten Reihe nutzen möchte, sollte man möglichst frühzeitig anreisen. Selbst Anfang Dezember sind die besten Plätze bereits am Freitagmittag fast vollständig belegt gewesen. Ein guter Tag zur Anreise ist daher der Donnerstag Nachmittag.

Ihr erreicht den Stellplatz am besten über die Bundesstraße B103, die direkt ins Zentrum von Warnemünde führt. Der Stellplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Warnemünder Bahnhof (Zufahrt über die Straße Am Bahnhof), die Zufahrt wird über eine Schrankenanlage reguliert. Gezahlt wird bei Verlassen des Stellplatzes an einem Kassenautomaten.

Ausstattung

Der Stellplatz-Betreiber gibt auf seiner Website an, dass es sich bei dem Stellplatz um einen reinen Parkplatz handelt, der nicht für Übernachtungen vorgesehen ist. Dennoch besteht die Möglichkeit, sein Wohnmobil dort über Nacht zu parken. Aufgrund der Einstufung als Parkplatz gibt es vor Ort auch keinerlei Service wie Strom, Wasserver- und -entsorgung oder Sanitäranlagen.

Allerdings befindet sich direkt am Bahnhof eine öffentlich Toilette, die gegen eine Gebühr von 50 Cent genutzt werden kann. Während unseres Aufenthaltes waren diese Toiletten leider aufgrund von Vandalismus geschlossen. Im Stadtzentrum (ca. 5 Minuten zu Fuß) gibt es jedoch weitere öffentliche Toiletten und auch beidseits des Hafen gibt es gebührenpflichtige öffentliche Toiletten. An der Promenade gibt es sogar eine öffentliche Toilette mit Dusche, die wir jedoch nicht in Anspruch genommen haben.
Wer morgens auf frische Brötchen nicht verzichten möchte, kann bei dem Bäcker neben dem Bahnhof welche kaufen. Dieser hat täglich von 7.00 bis 18.00 Uhr bzw. Fr-So bis 20.00 Uhr geöffnet.

Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, dass der Platz bei regnerischem Wetter schnell sehr schlammig wird und sich viele, großen Pfützen bilden.

Sehenswürdigkeiten

Neben der einzigartigen Lage des Stellplatzes gibt es in Warnemünde noch weitere Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind.

Das Stadtzentrum und den kleinen Hafen “Am alten Strom” erreicht man fußläufig in etwa 3-5 Minuten. Beidseits des alten Stroms befinden sich eine kleine Flaniermeile mit Läden und Restaurants. Ein weiteres Highlight sind die Fischkutter, die am alten Strom ankern und bei denen man Fisch direkt vom Kutter kaufen kann.

Die Altstadt von Warnemünde ist mit den vielen kleinen, historischen Fischerhäusern sowie liebevoll sanierten Gründerzeitgebäuden ebenfalls sehr sehenswert.

Ein weiteres Highlight in Warnemünde ist der Leuchtturm, den man während der Saison auch besteigen und die gute Aussicht über Warnemünde und die Umgebung genießen kann. Der Eintritt beträgt 2,00 € bzw. 1,00 € für Kinder. Das Familienticket kostet 4,00 €.
Website: https://warnemuende-leuchtturm.de/

Direkt daneben befindet sich ein weiteres Warnemünder Wahrzeichen: der sogenannte Teepott. Das Gebäude aus den 1960er Jahren wurde von dem berühmten DDR-Architekten Ulrich Müther im Hyperschalen-Stil errichtet. Heute befinden sich in dem Gebäude neben einem Café auch eine Cocktail-Bar, ein Spezialitäten-Restaurant und ein Maritim-Laden.

An der Promenade und am Strand lässt es sich flanieren und der Ausblick auf die Ostsee genießen. Ein weiteres berühmtes Gebäude an der Promenade ist das Hotel Neptun, das ebenfalls aus den späten 1960er Jahren stammt. Dieses 64 m hohe Hotel hat etwa 350 Zimmer, die alle mindestens einen seitlichen Ausblick auf die Ostsee haben. Das Hotel verfügt über ein Schwimmbad mit Ostseeblick sowie mehrere Restaurants und eine Sky-Bar in der 19. Etage.

Ebenfalls sehr empfehlenswert ist ein Spaziergang bis zur Spitze der Westmole zum grünen Leuchtfeuer der Hafeneinfahrt. Hier kommt man sehr dicht ans Wasser heran und besonders nachts bieten sich hier tolle Foto-Gelegenheiten mit dem Leuchtfeuer direkt in der Brandung.

Etwas südlich des Stellplatzes befindet sich der Anleger für die Fähre nach Hohe Düne. Die Überfahrt kostet pro Person 1,60 € bzw. 1,10 € für Kinder. Wer mit dem Wohnmobil oder dem Auto übersetzen möchte, zahlt 3,90 € (bis 3 t) bzw. 6,40 € (bis 5 t). Eine Übersicht der Fahrpreise findet Ihr unter https://www.weisse-flotte.de/fahrpreise/warnow-faehre.

Nach der kurzen Überfahrt (ca. 3 Minuten) habt Ihr die Möglichkeit in Hohe Düne entlang der Warnow bis zur Ostmole und dem dortigen roten Leuchtfeuer zu laufen. Dabei kommt man an dem MSC Marine Science Center, einer Robben-Forschungsstation, vorbei, die auf einem Schiff untergebracht ist. In den dazugehörenden Becken kann man mit etwas Glück kleine Robben beobachten. Die forschungsstation bietet vielfältige Möglichkeiten, die Arbeit des Instituts kennenzulernen und Informationen über das Leben der Robben zu erhalten(Website: https://www.marine-science-center.de/angebote.html).

Fazit

Vorteile
  • Ausblick auf die Warnow-Mündung
  • Zentrale Lage
  • vielfältige Ausflugsmöglichkeiten
  • Bäcker in unmittelbarer Umgebung
Nachteile
  • keine Sanitäranlagen, keine Ver- und Entsorgung
  • gute Plätze nur bei rechtzeitiger Anreise
  • bei Regen sehr matschig
  • hoher Preis für wenig Leistung

Für uns hat sich der Besuch in Warnemünde gelohnt. Für diejenigen, die autark stehen können bzw. keine Probleme mit den fehlenden Services haben, lohnt sich ein Besuch allemal. Anreisen sollte man möglichst an einem Tag unter der Woche, da die “guten” Plätze am Wochenende schnell zulaufen. Die Nähe zur Stadt bietet vielfältige Möglichkeiten für kleinere Ausflüge. Für das leibliche Wohl sind vor Ort neben dem bereits erwähnten Bäcker auch eine vielzahl von Restaurants vorhanden. Nachteilig fanden wir, dass der Stellplatz bei Regen schnell verschlammt und dass wir für wenig Service einen relativ hohen Preis zahlen mussten. Aber der gute Ausblick auf die Warnow und die vorbeifahrenden Schiffe machen vieles wieder wett.

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