Wohnmobil reinigen: Waschschüssel und Schwamm

Hilfe, im Wohnmobil stinkt’s: Unangenehme Gerüche im Wohnmobil ausfindig machen und entfernen

Wo Menschen auf engem Raum zusammenleben – wie im Wohnmobil –, da kommt es unweigerlich zu verschiedenen Gerüchen. In der heimischen Wohnung verflüchtigen sich diese aufgrund der größeren Räumlichkeiten schnell, im Wohnmobil jedoch muss man mehr dafür tun. Woher aber genau kommen diese Gerüche und wie kann man Herr über sie werden? Damit wollen wir uns hier in diesem Ratgeber beschäftigen.

Woher kommen unschöne Gerüche im Wohnmobil?

Unangenehme Gerüche im Wohnmobil können verschiedene Ursachen haben.

Dazu gehören unter anderem Gerüche:
  • von menschlichen Ausdünstungen
  • von menschlichen Ausdünstungen
  • aus den Abflüssen
  • aus dem Abwassertank
  • aus dem Kühlschrank
  • von Lebensmitteln
  • aus der Küche
  • aus den Abfalleimern
  • von/in Textilen wie Teppichen & Polstern
  • von/an Möbeln
  • von mitreisenden Haustieren
  • von Zigarettenrauch
  • von Feuchtigkeit
  • aus der Klimaanlage
  • von toten Tieren
  • in neuen Wohnmobilen

Sicherlich gibt es noch weitere „Geruchs-Quellen“, aber ich denke, die hier genannten sind die wichtigsten. Aber keine Angst, es gibt immer Abhilfe!

Warum „stinkt“ es hier und was kann man dagegen tun?

Im Folgenden wollen wir die oben genannten Punkte etwas näher betrachten und dir verschiedene Lösungsvorschläge nennen, wie du den Geruch vermeiden, minimieren und/oder gar ganz beseitigen kannst.

Menschliche Ausdünstungen

Je mehr Menschen auf engem Raum zusammenleben, desto intensiver ist der Geruch, der durch Schweiß, Toilettengänge, aber auch verschiedene Parfums, Shampoos oder Seifen verursacht wird. In der Regel fällt der „Eigengeruch“ keinem der Mitfahrenden besonders störend auf und es merken meist nur Fremde, die das Wohnmobil betreten.

Hier ein paar Tipps, wie du die Gerüche dezimieren kannst:

Wo Menschen sind, gibt es Gerüche

  • Regelmäßige Körperpflege sollte selbstverständlich sein.
  • Weniger ist oft mehr: Vermeide zu intensiv riechende Parfums, Seifen etc.
  • Wer stark schwitzt oder vom Joggen schwitzend zurückkommt, sollte seine Kleidung möglichst an die frische Luft hängen.
  • Gehe vorsichtig mit Raumsprays oder Duftstäbchen & Co. um. Im kleinen Raum eines Wohnmobils verbreitet sich der Duft intensiver als beabsichtigt, was wiederum als Geruchsbelästigung empfunden werden kann.

Toilette

Hierzu müssen wir nicht viele Worte verlieren, denn in unseren Ratgebern „Schluss mit unangenehmen Gerüchen aus der Campingtoilette“ beziehungsweise „Sanitärprodukte“ findest du bereits einiges an Informationen.

Dennoch hier eine kurze Aufzählung, wie du den Gerüchen entgegenwirken kannst::
  • Speisereste gehören nicht in die Toilette!
  • Den Schieber stets richtig schließen.
  • Entleere regelmäßig (Am besten so oft es geht, spätestens jedoch nach 2-3 Tagen).
  • Reinige, pflege und warte die Toilette regelmäßig und richtig.
  • Benutze CamperClean-Automaten (hygienisch & einfach).
  • Achte auf die richtige Belüftung.
  • Sorge dafür, dass immer etwas Wasser in der Toilettenschüssel aber auch im Fäkalientank ist.
  • Bei extremer Hitze bilden sich vermehrt Bakterien im Fäkaltank, was wiederum zu vermehrten Gerüchen führt. Ein einfacher Trick hilft (kurzfristig): Gib ein paar Eiswürfel oder etwas kaltes Wasser in den Fäkalientank.
  • Es muss nicht immer Chemie sein: Gib etwas Lavendel- oder Fichtennadelduft in die gereinigte Fäkalienkassette.
Toilettengerüche neutralisieren:

Stelle in den Bereich, wo sich deine Toilette befindet, eine kleine Schüssel mit Zitronen- oder Essigwasser, das neutralisiert Gerüche auf umweltschonende Art.

Ausgüsse

Normalerweise gibt es drei Abflüsse in einem Wohnmobil: im Waschbecken in der Nasszelle, im Spülbecken im Küchenbereich sowie in der Dusche (Hier manchmal sogar zwei.). Wir alle haben schon bemerkt, dass es aus diesen – vor allem an heißen Tagen – sehr unangenehm riechen kann.

Das kann unterschiedliche Gründe haben:
  • Haare und/oder Speisereste gelangen in den Ausguss und verstopfen diesen.
  • Der Abwassertank ist (zu) voll.

Abwasch im Wohnmobil mit Waschschüssel – oder Campingplatz-Gegebenheiten nutzen

Schlechten Gerüchen aus dem Ausguss vorbeugen

Vorbeugend kann man Folgendes tun:
  • Idealerweise hat man einen Siphon, wo sich Dinge wie Haare etc. sammeln und der entsprechend gereinigt werden kann.
  • Verschließe beim Duschen den Abfluss mit einem Sieb und fange somit die Haare darin auf.
  • Lasse keine Speisereste ins Abflusssystem gelangen.
    Tipp: Benutze eine Spülschüssel, die du ins Wohnmobil-Spülbecken stellst. Diese kannst du nach dem Abwasch an der Ver- und Entsorgungsstation leeren. Im Sommer lässt es sich auch prima draußen abwaschen.
  • Gieße kein Nudel- oder Kartoffelwasser und schon gar nicht Fett in den Ausguss! Gehe auch dazu zur Ver- und Entsorgungsstation.
  • Reinige das Abfluss-System deines Wohnmobils regelmäßig.

Abfluss reinigen

Ist nun aber dennoch schon mal der Abfluss verstopft, was du am besten daran merkst, dass das Wasser schlecht abfließt, so kannst du Folgendes tun:

Tipps zur Abflussreinigung im Wohnmobil:
  • Löse mit einem Gummi-Pömpel die Verstopfungen.
    Aber Achtung: Nicht zu fest, sonst könnten sich Schellen und Verbindungen lösen!
  • Zerbrösele 2-3 Gebissreiniger-Tabs, gib sie in den Abfluss, warte ein paar Minuten ab und spüle dann mit Wasser nach.
  • Gib etwa 2 Esslöffel Backpulver, eine Tasse Essig und anschließend 4 Tassen kochendes Wasser in den Aufguss.
  • Bei extrem starker Verschmutzung hilft nur aufschrauben und reinigen oder austauschen. Nicht immer jedoch kommt man gut an den Syphon beziehungsweise die Abflussrohre ran, dann muss ein Fachmann her.
  • Es gibt Rohrreiniger, die auch für Plastikrohre geeignet sind. Das sollte jedoch nur gut dosiert und nur sehr selten angewandt werden.[/
Tipp für die Fahrt:

Schließe während der Fahrt alle Abflüsse mit einem passenden Stöpsel, denn durch die Erschütterungen beim Fahren wird der Inhalt des Abwassertanks hin- und hergeschüttelt und die Grauwassergerüche steigen nach oben.

Abwassertank

Je nachdem, was in deinen Abwassertank gelangt – Speisereste, Nudelwasser(!), Haare etc. –, entsprechend ist auch die Geruchsbildung. Besonders dann, wenn der Abwassertank über längere Zeit hin nicht geleert wird, bilden sich faulende Gase, die schließlich über die Abflussrohre und die Siphons und ins Wageninnere gelangen.

Auch hier gibt es Möglichkeiten, den Gestank zu verhindern oder wenigstens zu bekämpfen:

Der kleine Siphon im Wohnmobil

  • Leere den Abwassertank so häufig wie möglich (speziell bei Hitze).
  • Steht das Wohnmobil über längere Zeit an einem Platz und wird nicht benutzt, muss zuvor der Tank geleert werden und der Ablasshahn geöffnet sein, damit der Tank austrocknen kann. Stelle einen Eimer unter den Ablass, damit kein restliches Grauwasser in die Erde sickert!
  • Wenn du kochst, entsorge nährstoffhaltige Flüssigkeit wie Nudelwasser außerhalb deines Wohnmobils an entsprechender Stelle an der Ver- und Entsorgungsstation.
  • Werden Spül-, Wasch- oder Duschbecken gerade nicht benutzt, sollte man sie mit einem passenden Stöpsel verschließen. Das gilt besonders für die Fahrt.
  • Für eine Keimreduzierung kannst du sorgen, indem du hin und wieder etwas Chlor-Reiniger (beispielsweise DanKlorix) in den Abwassertank schüttest.

Reinigung des Abwassertanks

Mindestens einmal pro Jahr sollte dein Abwassertank eine Art Grundreinigung erfahren.

Die einfachste Methode funktioniert so::
  1. Chlor-Reiniger (s.o.) oder andere, spezielle Abwassertank-Reiniger in den Abwassertank geben,
  2. einwirken lassen,
  3. mit dem Wohnmobil ein paar Kilometer fahren, damit sich alles gut verteilt,
  4. Abwassertank ordnungsgemäß an vorgesehenen Stationen entleeren und mit klarem Wasser ausspülen.

Mehr zur Beseitigung von Gerüchen aus dem Abwassertank findest du hier: Hilfe, mein Abwassertank stinkt!

Kühlschrank

Genauso wie daheim, so kann es auch aus dem Wohnmobil-Kühlschrank schon mal mächtig . Das kann vom ziemlich stinkenden, aber leckeren Käse herrühren (ist nicht weiter schlimm, aber unangenehm!), aber auch von verdorbenen Lebensmitteln oder – was meistens der Fall ist – von Unsauberkeiten im Kühlschrank.

Gerade im Wohnmobil lässt es sich nicht vermeiden, dass beim Fahren mal etwas umkippt und verschüttet. Die Reste, die sich dann an den Wänden, in den Fächern oder auf den Regalen befinden, beginnen mit der Zeit, unangenehm zu riechen.

Oberstes Gebot:

Den Inhalt des Kühlschranks regelmäßig überprüfen, riechende Lebensmittel gut verpacken und den Kühlschrank selber regelmäßig – mindestens einmal pro Woche – reinigen.

Zur Reinigung benötigst du kein spezielles Mittel, vielmehr hilft ein „altes Hausrezept“:

Kühlschrank im Wohnmobil reinigen:
  1. Fülle eine Schüssel mit Wasser.
  2. Gib Backpulver dazu.
  3. Verrühre alles mit einem Holz-Kochlöffel bis eine Paste entsteht.

Damit kannst du dann deinen Kühlschrank reinigen.

Übrigens riecht der Kühlschrank – trotz Reinigung – auch unangenehm, wenn er über einen längeren Zeitraum hin nicht benutzt wurde. Da hilft nur eines: Achte auf die richtige Belüftung, das heißt, lass die Kühlschranktür bei Nichtbenutzung offen!

Lebensmittel

Ups, da war doch noch was!? Wir alle kennen das: Wir verstauen Lebensmittelvorräte – sofern sie nicht in den Kühlschrank müssen – in verschiedenen Schränken oder in Boxen in der Heckgarage. Einiges davon wird während des Urlaubes gar nicht gebraucht und vergessen. Wer wie wir, häufiger im Jahr fährt und daher nicht immer das Wohnmobil daheim komplett ausräumt, entdeckt oft erst später das ein oder andere essbare Teil, wenn es abgelaufen ist oder – noch ekliger – verschimmelt ist und riecht. Solche verdorbenen Lebensmittel locken zudem Ungeziefer sowie Nager an. Diese verenden dann nicht selten im Laufe der Zeit im Wohnmobil, weil sie nicht mehr entkommen können, was wiederum für Gestank sorgt (siehe weiter unten).

Da hilft nur Prävention:
  • Lagere deine Essensvorräte stets an den gleichen Plätzen und merke dir diese.
  • Nimm nicht zu viele leicht verderbliche Lebensmittel mit (vor allem nicht im Sommer!), gehe lieber öfters einkaufen – etwa auf den Markt –, denn schließlich kann das auch Spaß machen.

Aber auch ohne oben genannte „Dramatik“ können Lebensmittel wie Knoblauch, Käse oder Fisch für unangenehme Gerüche sorgen. Allerdings ist das Ansichtssache: Jeder muss für sich selber entscheiden, welche Gerüche ihn – bezogen auf Lebensmittel – stören und es selbstverständlich mit seinen Mitfahrern abstimmen.

Lebensmittel gut verschließen:

In jedem Fall hilft es, wenn du stark riechenden Käse, Knoblauchzehen und andere derartig intensiv riechende Lebensmittel luftdicht in verschließbare Dosen verpackst und diese in den Kühlschrank stellst.

Küche

Kochgerüche können angenehm aber auch durchaus unangenehm sein. Das gilt ganz besonders im Wohnmobil, wo Knoblauch-, Braten-, Fisch- und andere Gerüche keinesfalls so gut und so schnell abziehen wie in deiner heimischen Küche. Vielmehr setzen sie sich schnell in Polstern, im Schlafbereich und eigentlich überall ganz fest. Generell jedoch kann man lästige Küchengerüche verhindern, dezimieren oder gar bekämpfen.

Hier ein paar Vorschläge:

  • Lass die Luft im Wohnmobil beim Kochen gut zirkulieren. Das geschieht nur dann, wenn du soweit wie möglich sämtliche Dachluken, Fenster und Türen öffnest. Das ist zugegebenermaßen im Winter nicht ganz einfach
  • (Tisch)Ventilatoren helfen (bei richtiger Platzierung), die Gerüche Richtung Tür oder Fenster zu verbannen.
  • Bei schönem Wetter bietet es sich an, draußen zu kochen oder zu grillen.
    Aber Achtung: Wenn du dabei die Fenster oder Türen geöffnet lässt, können sowohl Rauch als auch Kochgerüche ungehindert ins Wohnmobil ziehen!
  • Wenn möglich, koche mit Deckel auf Pfannen und Töpfen.
  • Du kannst dein Wohnmobil mit einer 12-Volt-Dunstabzugshaube nachrüsten. Das Öffnen mindestens eines Fensters wird dir jedoch auch da nicht ganz erspart bleiben, denn es handelt sich dabei um eine Schwachstromleistung und nicht um ein System mit Filter wie daheim. Optimal ist die Kombination 12-Volt-Dunstabzugshaube, Ventilatordachhaube sowie geöffnete Türen und Fenster.

Die simpelste Lösung ist: Verzichte auf stark riechende Dinge wie Knoblauch, Fisch etc. Mir persönlich jedoch gefällt dieser Vorschlag nicht, denn ich esse gerne gut und mag auf derartige geruchsintensive Dinge nicht verzichten. Letztendlich jedoch sind Küchengerüche auch „Ansichtssache“: Den einen stört Knoblauchgeruch, den anderen nicht…

Abfalleimer

Normalerweise hat jeder Wohnmobilfahrer mindestens einen, viele jedoch zwei Abfalleimer (einer im Küchenbereich, ein anderer in der Nasszelle) an Bord. Gerade an heißen Tagen kann es aus denen – trotz Deckel – ziemlich stinken.

Da hilft nur Folgendes:
  • Leere den Abfalleimer so häufig wie möglich!
  • Bringe Speisereste am besten gleich nach draußen in den entsprechenden Container.
  • Wasche den Abfalleimer regelmäßig und gründlich aus.
  • Wasche den Abfalleimer regelmäßig und gründlich aus.

Textilien

Hier sprechen wir in erster Linie von Bettwäsche, Hand- und Geschirrtüchern, aber auch Teppichen, Gardinen, Polstern, Decken und Kissen. Sämtliche Gerüche, wie Schweiß, Kochgerüche, Lebens- und Putzmittel etc., setzen sich (langfristig) in Polstern und anderen Textilien fest.

Im Laufe der Zeit fangen gerade Polster und Teppichböden an zu muffeln.

Daher folgende Tipps zum Vorbeugen oder auch Bekämpfen:

Polster nehmen Gerüche schnell an

  • Lege auf Bänke, Sitze und Betten Decken oder Handtücher. Die saugen nicht nur den Schweiß auf, sondern können auch gut zwischendurch gereinigt werden.
  • Wenn möglich, verzichte im Wohnmobil auf Teppichboden. Er ist der ideale „Hüter von Schmutz, Gerüchen und Keimen“. Willst du jedoch nicht auf einen warmen, weichen Untergrund verzichten, so kaufe dir lieber einzelne, waschbare Brücken.
  • Kaufst du ein gebrauchtes Wohnmobil, solltest du trotz sauberem Erscheinungsbild den Geruch des Vorgängers durch nochmalige Reinigung aus Textilien und Polstern mit Hilfe von Sprays für Textilien verbannen.
    Besser noch: Matratzen komplett austauschen!
  • Reinige mindestens einmal pro Jahr – am besten nach jeder längeren Ausfahrt – alle Polster, Vorhänge und Teppiche mit entsprechenden Mitteln.
    Tipp: In manchen Fachhandeln oder Baumärkten kannst du dir für eine tiefenwirksame Reinigung der Polster besondere Waschsauger ausleihen.
Schau mal genau nach

Oft haben die Polster Reißverschlüsse, sodass du die Bezüge abziehen und eventuell sogar selber in der Waschmaschine waschen kannst.

Möbel

Zwar sind die Möbel Gerüchen gegenüber nicht ganz so anfällig wie Textilien, aber auch an ihnen haften Gerüche. Gerade die Fronten der Küchenschränke, die regelmäßig Fettspritzern, anderen Speiserückständen und permanenten Handabdrücken ausgesetzt sind, sollten daher regelmäßig gereinigt werden.

Folgende Tipps möchten wir dir mit auf den Weg geben:
  • Hochglanz-Möbelfronten nie mit Mikrofaser-Tüchern sondern besser mit weichen Baumwolltüchern reinigen, um Kratzern vorzubeugen.
  • Gut für die Küchenfronten – aber auch für die Umwelt – sind generell Neutral- oder Essigreiniger.
  • Essigreiniger kannst du selber herstellen: 2 Tassen (weißen!) Essig, 1 Tasse Wasser, ein paar Tropfen Lavendelöl oder ätherisches Teebaumöl miteinander vermischen und in eine Sprühflasche füllen.

Raucher- & Tier-Wohnmobile

Raucher-Mobile sind für jeden Nicht-Raucher etwas ganz Schlimmes: Kalter Rauch setzt sich in allen Textilien, Wänden, Ecken und Enden fest. Das merkt man, wenn man sein „Rauchermobil“ weiterverkaufen möchte. Am besten rauchst du – wenn du gar nicht darauf verzichten magst – draußen vorm Wohnmobil. Auch deinen Mitfahrern und deren Gesundheit zuliebe!

Gleiches gilt für Camper, die ihren Vierbeiner mit an Bord haben – wobei es gleichgültig ist, ob Hund oder Katze. Hunde beziehungsweise Katzen und Teppichboden sind Feinde: Dreck und Tierhaare sorgen für besonders intensive Geruchsbildung. Besonders schlimm ist der Geruch von nassem Hund im Wohnmobil.

Hund: Treuer Begleiter, aber mit Eigengeruch

Hundegeruch abmildern:

Rubbel deinen Hund nach einem ausgiebigen Bad oder einem Spaziergang im Regen trocken, ehe er das Wohnmobil betritt.

Um Polster von Tiergerüchen auf mikrobiologischer Basis und somit relativ umweltverträglich zu befreien sowie zu reinigen kannst du Pet Animal Spray von Biodor benutzen.

Feuchtigkeit

Wohnmobile kommen in vielerlei Hinsicht mit Feuchtigkeit in Berührung: beim Duschen und Waschen, durch nasse Kleidung, beim Kochen oder durch nasse Hunde.

Wichtig ist daher, die entsprechenden Bereiche kurz aber gut zu lüften. „Profis“ verwenden Raumlufttrockner. Diese gibt es übrigens auch ohne Strom.

Riecht es permanent nach Feuchtigkeit oder Moder, muss du damit rechnen, dass dein Wohnmobil ein Dichtigkeitsproblem hat. Das kann bedeuten, dass Wasser ins Holz im Fahrzeugaufbau gedrungen ist, sich darin die Feuchtigkeit festgesetzt hat und das Holz zu faulen beginnt. Wenn du derartiges wahrnimmst, ab zum Fachhändler! Der macht eine Dichtigkeitsprüfung und kann dir (hoffentlich) helfen.

Wie kann ich Feuchtigkeitsschäden vermeiden?

Regelmäßige Dichtigkeitsprüfungen helfen, Feuchtigkeitsschäden so früh wie möglich zu erkennen und die Ausbreitung der Nässe zu verhindern.

Klimaanlage

Kaum zu glauben, aber häufig setzen sich üble Gerüche in der Klimaanlage fest. Im schlimmsten Fall lagern sich dort gesundheitsgefährdende Mikroorganismen an.

Daher:
  • Die Klimaanlage in regelmäßigen Abständen vom Fachmann überprüfen und reinigen lassen.
  • Einen Ultraschallvernebler aufstellen, der Bakterien und Mikroorganismen abtötet.
  • Einen Ionisator, ein elektrischer Luftreiniger, der üble Gerüche neutralisiert, aufstellen. Dieses Gerät wird gerne von Allergikern benutzt, aber auch Rauchern leistet er gute Dienste.

Tote Tiere

Klingt merkwürdig, kommt jedoch häufiger vor, als du es dir vorstellst. Dabei ist nicht (nur) die Rede von toten Mücken, Fliegen oder Ameisen, die sich mindestens einmal in unser aller Camperleben zur Untermiete bei uns eingenistet haben, vielmehr sprechen wir von Nagern oder anderen Kleintieren, die im Wohnmobil verenden und deren Kadaver einen schrecklichen Gestank verursachen. Leider sind diese meist in Lüftungsschächten, hinter Verkleidungen oder in Schränken gut versteckt auszumachen. Eine wirklich unschöne Sache!

Tierische Besucher verhindern:

Lasse keine Lebensmittel offen liegen! Vor allem lasse keine Lebensmittel so lange liegen, bis sie verderben und somit Tiere besonders gut anlocken.

Ist es einmal soweit, musst du schnell handeln, das tote Tier finden und entsprechend entsorgen. Eine anschließende intensive Reinigung mit Desinfektion ist selbstverständlich, damit nicht die Verwandtschaft zur Beerdigung kommt.

Neues Wohnmobil

Manch einer stellt fest: „Neu“ riecht oder stinkt sogar. Das ist bei einem neuen Wohnmobil nicht anders. Neue Materialien, Kleber etc. riechen eben. Wichtig ist, dass du das Wohnmobil gut durchlüftest.

Lässt der Gestank nicht nach, solltest du es auf Schadstoffe hin untersuchen lassen. Manche könnten gar gesundheitsgefährdend sein. Dazu findest du in Apotheken spezielle Tests, aber auch das mobile Alarmgerät spexor von Bosch kann dir Auskunft über die Luftqualität in deinem Wohnmobil geben.

Fazit

Schlechte Gerüche im Wohnmobil rühren von unterschiedlichen Quellen her. Sie können individuell unterschiedlich schlimm empfunden und auf unterschiedliche Weise bekämpft, abgeschafft oder zumindest minimiert werden. Manchmal hilft auch Prävention.

Folgende Regeln sollten in jedem Fall allgemein beachtet werden:

Zwei- bis dreimal täglich (stoß)lüften (verbannt Gerüche und beugt Feuchtigkeitsschäden vor)!

Kleine „Duft-Helfer“ nur in äußerstem Notfall und nur kurzzeitig aufstellen, da sie in kleinen Räumen zu intensiv wirken. Lieber zu Hausmitteln wie Salz, Zitrone, Lavendel oder Kaffeepulver in einem offenen Behältnis greifen.

Riecht es permanent sehr intensiv, musst du dem Grund unbedingt nachgehen!

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